Historie der Kanzlei
| 1877 | Einrichtung des Kaiserlichen Patentamts |
| 01.07.1877 | Eröffnung eines Patent- und Technischen Bureaus von Civil-Ingenieur und Patentanwalt C. Kesseler |
| 1896 | Tätigkeit von Ernst Meissner als Patentsachbearbeiter neben den Patentanwälten C. Fehlert und G. Loubier |
| 28.04.1909 | Eintragung von Ernst Meissner in die Liste der Patentanwälte und Aufnahme in die Sozietät |
| 01.03.1930 | Vereidigung seines Sohnes Walter Meissner als Patentanwalt |
| 1945 | Zerstörung des Büros am Belle-Alliance-Platz 17 Wiederaufnahme des Bürobetriebs in der Herbertstraße 22 und Weiterführung der Kanzlei als überörtliche Sozietät von Patentanwalt W. Meissner und H. Tischer (Berlin, Bremen bzw. München) |
| 1964 | Eintritt von Patentanwalt H.-J. Presting in die Sozietät |
| 05.05.1971 | Vereidigung von Enkel Peter E. Meissner als Patentanwalt Änderung des Kanzleinamens in Meissner & Meissner |
| 1991 | Eintritt von Patentanwalt Lothar Henze in die Kanzlei |
| 01.03.2004 | Eintritt von Urenkel Rechtsanwalt Dr. Christian Meissner in die Sozietät |
| 2006 | Prof. Dr. Alexander Meissner wird wissenschaftlicher Mitarbeiter |
Zur Historie des Jugendstilgebäudes Hohenzollerndamm 89
In Ihrem Buch Fassadendämmerung: Berliner Jugendstil hat sich Heike Maria Johenning mit der Geschichte des Hauses Hohenzollerndamm 89 und seiner Buntglasfenster beschäftigt. Mit Ihrer freundlichen Genehmigung dürfen wir den Text und einige Fotos veröffentlichen:
«BLUMEN SIND DIE AUGEN DER ERDE»
Ein Buntglasfenster, von dem die Nachwelt träumt. Es könnte aufgrund seiner vegetabilen Opulenz in Brüssel, Sankt Petersburg oder Nancy zu finden sein. Die Suche nach dem Architekten dieses Jugendstilwohnhauses am Hohenzollerndamm (89) im Stadtteil Schmargendorf gestaltet sich schwierig. Die freundliche Frau Hube vom Landesdenkmalamt nimmt sich der Sache an und schreibt das Wohnhaus dem Berliner Architekten Heinrich Theising zu, der auch das Nachbarhaus an der Ecke Karlsbader Straße, das Empfangsgebäude der S-Bahnstation Hohenzollerndamm und das Jugendstilhaus in der Barfusstraße entwirft. Das Baujahr 1904 passt zum Jugendstil. „Alles was zum Leben gehört, soll Schönheit empfangen“, schreibt Peter Behrens anlässlich der Eröffnung der Mathildenhöhe im Jahr 1901. Buntglasfenster bieten eine bleiverglaste Bühne an der Grenze zwischen Außen- und Innenwelt. Das mit Mohnkapseln gestaltete, weiße Balkongeländer auf halber Höhe des famosen Fensters macht die Illusion perfekt. Auch wenn einzelne Scheiben durch Druckwellen im Zweiten Weltkrieg zerbarsten und später durch Kathedralglas ersetzt wurden, hat man das Gefühl, in einen verwunschenen Garten zu blicken. „Blumen sind die Augen der Erde, die sich öffnen, sobald sie erwachen“ schrieb Henry van de Velde.
Im vierten Stock ergänzen drei Rundbogenfenster aus grünen Blättern den fragilen Garten. Im Erdgeschoss sind zusätzlich zwei kleine quadratische Fenster mit Mohnblüten zu finden. Der Schlafmohn steht im Jugendstil für eine Flucht aus der Realität, seine halluzinogene Wirkung wird romantisiert. Der bzw. die Glasmaler können auch in den Bauakten nicht ermittelt werden.
Allerdings sieht man auf dem Archivbild, dass das XXL-Fenster schon im Ursprungsentwurf eingeplant war. Neben dem pompösen Eckensemble in der Karlsbader Straße nimmt sich dieses viergeschossige Wohnhaus mit der Fassade aus Ziegelsteinen und Putz eher bescheiden aus. Loggien, Rundbalkone und ein dreigeschossiger Erker verorten es jedoch zweifelsfrei im Jugendstil. Das Dach wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und 1948 in abgewandelter Form ergänzt.
Ein Buntglasfenster, von dem die Nachwelt träumt. Es könnte aufgrund seiner vegetabilen Opulenz in Brüssel, Sankt Petersburg oder Nancy zu finden sein. Die Suche nach dem Architekten dieses Jugendstilwohnhauses am Hohenzollerndamm (89) im Stadtteil Schmargendorf gestaltet sich schwierig. Die freundliche Frau Hube vom Landesdenkmalamt nimmt sich der Sache an und schreibt das Wohnhaus dem Berliner Architekten Heinrich Theising zu, der auch das Nachbarhaus an der Ecke Karlsbader Straße, das Empfangsgebäude der S-Bahnstation Hohenzollerndamm und das Jugendstilhaus in der Barfusstraße entwirft. Das Baujahr 1904 passt zum Jugendstil. „Alles was zum Leben gehört, soll Schönheit empfangen“, schreibt Peter Behrens anlässlich der Eröffnung der Mathildenhöhe im Jahr 1901. Buntglasfenster bieten eine bleiverglaste Bühne an der Grenze zwischen Außen- und Innenwelt. Das mit Mohnkapseln gestaltete, weiße Balkongeländer auf halber Höhe des famosen Fensters macht die Illusion perfekt. Auch wenn einzelne Scheiben durch Druckwellen im Zweiten Weltkrieg zerbarsten und später durch Kathedralglas ersetzt wurden, hat man das Gefühl, in einen verwunschenen Garten zu blicken. „Blumen sind die Augen der Erde, die sich öffnen, sobald sie erwachen“ schrieb Henry van de Velde.
Im vierten Stock ergänzen drei Rundbogenfenster aus grünen Blättern den fragilen Garten. Im Erdgeschoss sind zusätzlich zwei kleine quadratische Fenster mit Mohnblüten zu finden. Der Schlafmohn steht im Jugendstil für eine Flucht aus der Realität, seine halluzinogene Wirkung wird romantisiert. Der bzw. die Glasmaler können auch in den Bauakten nicht ermittelt werden.
Allerdings sieht man auf dem Archivbild, dass das XXL-Fenster schon im Ursprungsentwurf eingeplant war. Neben dem pompösen Eckensemble in der Karlsbader Straße nimmt sich dieses viergeschossige Wohnhaus mit der Fassade aus Ziegelsteinen und Putz eher bescheiden aus. Loggien, Rundbalkone und ein dreigeschossiger Erker verorten es jedoch zweifelsfrei im Jugendstil. Das Dach wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und 1948 in abgewandelter Form ergänzt.
